Krokus oder Safran?

… hier eindeutig Krokus. Denn die Bilder zeigen unsere Krokuswiese vor der Bühne. – Wir haben sie im Herbst 2020 in allen Blau- und Weißtönen angepflanzt und ihre Blütenpracht hat sich seither vervielfacht. Im Vorfrühling sind sie eine Augenweide für die Besucher der Burg.


Ganz anders der Safran, wissenschaftlicher Name Crocus sativus: auch er ist zwar eine Krokusart, auch er blüht violett, aber im Herbst. Sein Name leitet sich aus dem Arabisch/Persischen za’faran, „das Gelbe“, her. In Mittel- und Osteuropa sowie im Orient angebaut, wird er seit Jahrhunderten vorwiegend als Gewürz verwendet. Dazu muss der süß-aromatisch duftende Griffel jeder Blüte vorsichtig mit der Hand geerntet und getrocknet werden. Um ein Kilo der Fäden zu gewinnen, benötigt man 150.000 – 200.00 Blüten und ein Pflücker schafft 60 – 80 Gramm gerade mal pro Tag. Nicht verwunderlich also, dass Safran schon immer das teuerste Gewürz der Welt war. Nur Kaiser und Könige konnten es sich leisten, und für die Herren von Kronberg war die Verwendung des „roten Goldes“ in ihrer Küche wohl auch unerschwinglich.