













1704 stirbt das Geschlecht im Mannesstamm aus und
das Reichslehen fällt an den Kurfürsten von Mainz, dessen Amtmann bis 1710
auf der Burg seinen Sitz hatte. Im Zuge der napoleonischen Kriege besetzten
französische Truppen die Burg, die schließlich zusammen mit der Stadt Kronberg
1802 an Hessen-Nassau fiel. Durch die Neuordnung des Reiches gehörte Kronberg
ab 1866 zu Preußen.
Diese wechselvolle Geschichte spiegelt sich in überlieferten Urkunden, die
auch vom schlechten Erhaltungszustand der Burg berichten. So
war 1871 die Burgkapelle
so baufällig, dass sie geschlossen werden musste. Sogar ihr Abriss wurde diskutiert.
Die Situation verbesserte sich erst, als Kaiserin Victoria, Tochter von Queen
Victoria und Gemahlin Kaiser Friedrichs III., sich der Burg annahm. Die von
ihr veranlasste Renovierung der Gesamtanlage prägt das heutige Aussehen der
Burg. Einige Bauten, wie den Wehrgang und das Tor der Mittelburg, ließ sie
ergänzen. Das jüngste Gebäude auf der Burg ist der 1911, zehn Jahre nach dem
Tod der Kaiserin, errichtete Prinzenturm. 1912 wurde die Burg erstmals als
Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.









